Brandschutz nach DIN 18017 neu definiert

02.07.2012 -
Die MBO schreibt im § 3 Abs. 1 inhaltlich vor; bauliche Anlagen sind so zu errichten, dass die natürliche Lebensgrundlage nicht gefährdet wird. In weiterführenden Regeln, Normen und Vorschriften, wie z. B.: LBO, M-LüAR, DIN u. s. w. wird auf Grundlage dessen näher auf den Brandschutz eingegangen. Demnach ist für die Industrie und die Anwender eindeutig geregelt, welche Systeme einzusetzen sind. Allerdings können nach heutigem Stand nicht alle Vorgaben erfüllt werden, weil bisher die passenden Lösungen fehlen ? bis heute.

Die Firma Schulte & Todt, Arnsberg, ist bekannt als Spezialist für Dachhauben und Dachdurchführungen für Lüftungs- und Medienleitungen. Weniger bekannt ist, dass das Unternehmen über die gleiche langjährige Erfahrung im Bereich des Brandschutzes für Lüftungsleitungen nach DIN 18017 verfügt. Bisher war das Unternehmen in diesem Bereich als Entwickler und OEM-Lieferant für namhafte Unternehmen der Branche tätig. Ab Juli 2012 wird Schulte & Todt ein eigenes System auf dem Markt bringen, welches alle Anforderungen an das brandschutzrechtliche Regelwerk erfüllt und gleichzeitig den Anwender höchste Sicherheit bei einfachster Montage gewährleistet.

?RSG? (Rauch-Schutz-Gehäuse) heißt das neue System aus dem Haus Schulte & Todt. Es verbindet das T-Stück, die Kaltrauchsperre (hier: Rauchschutzklappe) und das Deckenschott in nur einem System. Das RSG ist für die Deckeninstallation bei Zentrallüftungsanlagen nach DIN 18017 konzipiert. Nur noch ein Bauteil verhindert die Feuer- und Rauübertragung in andere Geschosse und schließt hermetisch den Brandabschnitt ab. Das System ist werkseitig mit einem Dehnungsausglich bis 4 Meter Geschosshöhe standardmäßig ausgestattet und hat keinerlei Querschnittsverengungen der luftführenden Haupt- und Nebenleitungen, wie sie beispielsweise bei den handelsüblichen Kaltrauchsperren vorkommen können. Alle Bauteile sind aus nichtbrennbaren Materialien gefertigt und entsprechen der Baustoffklasse A1. Neben der maximalen Sicherheit bietet das RSG weitere Vorteile. So braucht zukünftig nur noch ein Bauteil installiert werden und alle Abgänge sind zwischen DN 80 und DN 200 frei kombinierbar - bei bis zu drei Abgangsstutzen je Bauteil.

Zum sicheren Abschluss der Lüftungsleitung bietet Schulte & Todt ab jetzt auch den passenden Revisions-Enddeckel in den Dimensionen DN 100 bis DN 200 für Massivdecken, Wände und Schächte. Der RE besteht aus einer Stahlblechronde sowie dem Intumeszenzmaterial (Multifoam AK) und wird leicht ohne Werkzeug am Ende der Lüftungsleitung im Decken- bzw. Wandbereich montiert.

Mit dem neuen innovativen System ?RSG?, in Kombination mit dem ?RE?, schafft Schulte & Todt mit jeweils nur einem Bauteil Sicherheit für Planer, Architekten, Bauherren und nicht zuletzt für die Nutzer eines Gebäudes unter Berücksichtigung aller baurechtlichen Vorschriften und Normen nach DIN 18017.